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Rückblick:Veranstaltung vom 26.01.2023: "Schöpfungsbewahrung"

Was können wir tun, um unserer Schöpfungsverantwortung gerecht zu werden, die Schöpfung zu bewahren und nicht in einer Katastrophe zu enden?“ Eine sehr nachdenklich stimmende Frage. Die Antwort von Referent Markus Bürger vom Institut für Theologische Zoologie e.V. in Münster war „Weniger ist die einzige Lösung“, was bedeutet, eine Abkehr vom vielen Fleischkonsum, letztendlich vom bisher Gewohnten zu einer verantwortungsvolleren Haltung, bei der jeder mit weniger auskommen muss. Andris Gulbins, Diözesanvorsitzender der KAB für die Diözese Aachen e.V., nahm Bezug auf die Enzyklika Laudato Sí über die Sorge für das gemeinsame Haus von Papst Franziskus I. und stellte dabei heraus, dass die Schöpfung zum Produkt geworden ist und eine Wegwerfkultur herrscht. Eine Wende könnten wir schaffen durch Abkehr vom westlichen Modell der Ernährung und dem Verstehen, dass die Nahrung bzw. die Güter der Erde Gemeingut sind. Dies deckte sich auch mit den Ausführungen von Markus Bürger zur theologisch-christlichen Ethik bzw. dem Tierwohl aus theologischer Sicht. Einen Blick auf die gesellschaftspolitische Ethik warf Hans-Peter Katz und berief sich auf den Deutschen Ethikrat, der die Vorrangstellung des Menschen in Frage stellt und sagt, dass man „gute Gründe“ braucht, um Fleisch zu konsumieren, wobei unser Fleischkonsum keinen guten Grund habe.
Veranstaltung vom 26.01.2023: 'Schöpfungsbewahrung'
27. Feb. 2023

Referenten: 

Markus Bürger, Institut für theologische Zoologie e. V. , Uni Münster

Andris Gulbins, KAB der Diözese Aachen e. V.